„Butter“ von Asako Yuzuki

Bei diesem Buch hatte ich die Leseprobe gelesen und mir einige Erwartungen zurechtgelegt. Doch wie das mit den Erwartungen so ist – einige werden erfüllt, andere nicht.

Rika ist eine aufstrebende Journalistin mit viel Ehrgeiz. Am Anfang der Geschichte nimmt sie die gesellschaftlichen Normen als selbstverständlich hin und kommt gar nicht auf die Idee etwas davon zu hinterfragen. Ihr journalistisches Interesse wird an dem Sensationsfall der Serienmörderin Manako Kajii geweckt. Um ein Exklusivinterview mit Manako zu bekommen, versucht Rika zu ihr über das Kochen eine Beziehung aufzubauen. Manako ist leidenschaftliche Köchin mit einem eigenen Foodblog und wird von der japanischen Gesellschaft weniger für die ihr vorgeworfenen Morde als für ihren Lebensstil verurteilt. Sie ist dick und spielt auch noch damit. Vor allem ist Manako ganz verrückt nach Butter. Das widerspricht gänzlich der aktuell vorherrschenden Norm und dem Schlankheitswahn in Japan.

Soweit der Ausgangspunkt der Geschichte. Durch die Gespräche mit Manako gerät die Welt von Rika ins Wanken und mit ihr auch ihre Mitmenschen. In dem Buch finden sich spannende und tragische Familienschicksale, viel Gesellschaftskritik und die verschiedenen Wege der Selbstfindung. Das sind für mich alles spannende Zutaten für ein gutes Buch.

Und doch konnte es mich nicht mitreißen. Von all den tollen Zutaten ist eine große Anzahl zu finden, aber sie halten alle die Waage und werden, wenn auch literarische auf gutem Niveau zu ausführlich beleuchtet, sodass die Story für mich leider an Geschmack und Fahrt verliert und eher 3,5 Sterne erreicht.

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